Wpisy z tagiem: Manfred Heinz Rogalski
pi±tek, 14 pa¼dziernika 2011
Eine kleine Schachgeschichte von Manfred Heinz Rogalski (Schachverein Oberursel/Ts.)
Liebe
Redaktionskollegen, Zur allgemeinen Unterhaltung und für schachinteressierte Leser eine kleine Schachgeschichte. Mit freundlichen Grüßen, Manfred Heinz Rogalski Pressewart Schachverein Oberursel (rechts). Eine kleine Schachgeschichte von Manfred Heinz Rogalski (Schachverein Oberursel/Ts.) Es
war einmal ein König, der hatte 64 Felder. Er regierte einsam aber
absolut. Als eines Tages ein schwarzer König direkt gegenüber erschien.
„He, was willst du“, rief er. „Das sind meine Felder und ich möchte
sie nicht teilen. Dabei ging er einen Schritt nach vorn, denn mehr als
einen Schritt wird ein majestätischer König nicht gehen, egal in welche
Richtung. Da
gesellte sich eine Dame zu ihm und fragte: „Hast du Sorgen, mein
Schatz? Ich kann in alle Richtungen laufen, so weit dein Königreich
reicht und sie dir vertreiben“. Da trat der König wieder einen Schritt
zurück und schien für` s Erste beruhigt. Gerade
da trat eine schwarze Lady unvermittelt auf den Plan, direkt seiner
Holden gegenüber und wollte diese sogleich behelligen. „Wir
brauchen Wächter, die uns schützen“, sagte der König, „so hoch und so
fest wie Türme, die auf gerader Linie voranstürmen können und nie auf
schräge Gedanken kommen. Aber auch der schwarze König rüstete sich mit
solchen Türmen, so dass jetzt in jeder Ecke der 64 Felder ein Turm
stand. „Wir
müssen ihnen in die Quere kommen“, meinte darauf die Dame, und so
postierten sie links und rechts neben den Königlichen zwei schräge
Vögel, die man Läufer nannte, weil sie weiter laufen konnten als die
Türme, wenn auch nur schief und diagonal. Müßig zu erwähnen, das auch
der schwarze König solche Helfer bestellte. „Wenn
ich denn ausreiten will, gegen die schwarzen zu Felde zu ziehen, so
brauche ich Pferde, die wild umherspringen können und deshalb auch
Springer genannt werden. Sie mögen zwei Felder voran und dann eins zur
Seite springen, um den Feind zu verwirren“. Und so taten es die
Springer, allerdings auch jene, die der Mohrenkönig sein eigen nannte.
„Oh mein Gemahl, sind nicht alle unsre edlen Gefährten ein wenig zu
schade, um sich gleich in Gefahr zu begeben?“, fragte die Dame
angesichts der drohenden Reihen der schwarzen Gegenspieler. „Du
hast Recht“, sprach der König. „Lass jedem einen Bauern vorangehen,
der je nach Laune anfangs einen oder zwei Schritte ausschreiten mag, um
das Reich zu schützen und jedem, der sich zu nahe heranwagt, in die
Seite zu knuffen, auf dass er sein Ansinnen vergesse“. So
schickten beide Seiten ihre Bauern vor und begannen das edle Spiel,
das man Schach nennt, da es ein Geschacher ist um 64 Felder und nicht
eher endet, ehe denn einer der Könige ermattet darniederliegt. Sollten
sie aber all ihrer Getreuen verlustig gehen, so dürfen die wiederum
einsamen Könige sich unentschiedlich friedlich die Felder teilen. Auch
bei dreifachen langweiligen Wiederholungen und offensichtlich gleicher
Stärke mögen sie sich gütlich einigen. Wenn
aber ein König niemanden mehr hat. der für ihn gehen kann und ihm kein
Ausweg bleibt, dem Geschacher des anderen auszuweichen, so darf er
diesem eine Nase drehen und sagen: „So, jetzt bist du aber p(l)att!“ http://sowa-magazyn.blogspot.com/2011/10/eine-kleine-schachgeschichte-von.html |
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